So
und nun zu meinen ersten zwei Arbeitstagen und meinem ersten
Wochenende hier. Nachdem ich am Mittwoch angekommen bin, ging es am
Donnerstag auch schon mit dem ersten Arbeitstag los. Hier wohnt noch
eine deutsche, Andrea, die auch bei Kärcher Praktikantin ist und mit
ihr konnte ich dann zur Arbeit laufen. Ich wusste gar nicht genau
wann ich dort auftauchen soll, also bin ich einfach um 8:30 Uhr hin,
da musste auch Andrea anfangen. Dort hab ich dann einfach nach Jeff,
dem Marketing Manager gefragt und durfte erstmal Platz nehmen und auf
ihn warten. Dann kam ein Typ vorbei und hat gefragt ob ich Anna bin
und hat mich mit in die Abteilung genommen. Das war aber nicht Jeff,
der war dann nämlich unten um mich zu suchen, während ich ja schon
oben war. Dort hab ich dann alle kennen gelernt, Marian, Dan, Dave,
Phil und Karl. Und später dann auch Jeff. Die sind alle total nett
und scheinen mir auch lustige Zeitgenossen zu sein. Jeff hat mir dann
erstmal bissel erklärt was sie überhaupt machen, ich bin nämlich
im Marketing für die Professional Produkte. Später hab ich dann
mein Geschäftslaptop und damit auch meine erste Aufgabe bekommen.
Ich sollte verschiedene Google-Maps erstellen, nach unterschiedlichen
Händlern sortiert. In Zukunft soll ich mich außerdem auch um den
Auftritt bei Linked-In, Anzeigen in Fachzeitschriften und das Telefon
kümmern. Vor dem telefonieren graut es mir ein bisschen, weil ich
fürchte nichts zu verstehen. Meine Kollegen versteh ich ohne
Probleme, aber die haben auch alle keinen zuuu extremen Akzent.
Mein
zweiter Arbeitstag sah ähnlich aus, ich hab die Maps fertig gemacht
und wurde ein bisschen rumgeführt, unter anderem ins Lager und in
die Telefonzentrale. Dort durfte ich später eine Stunde mithören,
bei einer die dort Anrufe entgegen nimmt. Das sollte dazu dienen mir
die Angst vor dem Telefon zu nehmen. War mehr oder weniger
erfolgreich. Am Freitag in der Mittagspause bin ich dann mit Andrea
und ihrer Abteilung (sie ist im Finance) in den Pub zum Essen. Ich
hab einen Burger gegessen und fand ihn ziemlich eklig.
Abends
sind wir dann mit unserer Mitbewohnerin Marina aus Lettland in die
Stadt und wieder in Pubs. Der erste Pub war ziemlich leer, aber wir
waren auch früh dran. Wir sind dann weiter zu dem nächsten gezogen,
da war schon mehr los. Ich war etwas schockiert über die Outfits der
Mädels hier, die sind nach meiner Auffassung etwas daneben, man sah
wenn sie getanzt haben die Unterwäsche, so kurz waren die Röcke.
War aber ein cooler Abend und ich glaube Marina hat sich auch
gefreut, dass wir sie miteinbezogen haben. Sie ist schon seit zwei
Monaten hier, hat aber bisher noch kein wirkliches Sozialleben.

Am
Samstag sind Andrea und ich dann nach Oxford gefahren. Wir haben
erstmal gemütlich ausgeschlafen und waren dann erst gegen 13 Uhr
dort. Dann haben wir erstmal was gegessen. Wir standen vor einem
Italiener und als wir rein gehen wollten, sahen wir dass es ein Jamie
Oliver Restaurant ist. Drinnen mussten wir dann auch 20 Minuten
warten, aber das hat sich gelohnt, das Essen war echt gut und gar
nicht so teuer. Anschließend sind wir einfach los geschlendert und
haben uns 2 Colleges von Innen angeschaut. Wir hatten gutes Wetter
und schönes Licht zum fotografieren. Mir gefällt Oxford total gut,
ich hab schon beschlossen mich dort für mein nächstes Studium
einzuschreiben. Und Chinesen liefen auch ganz viele rum, aber auf
mein „Ni Hao“ hat leider keiner reagiert.
Ich hab mir dort auch
in der Blackwell Buchhandlung 3 Bücher gekauft, um schnellst möglich
mein Englisch zu verbessern. Wir sind dann einfach noch ein bisschen
durch die Stadt geschlendert und haben uns dann wieder auf den
Heimweg gemacht. Abends waren wir dann total platt und sind nicht
mehr ausgegangen. Und heute Morgen hat unsere Landlady Pat uns zu
einem Laden mit gebrauchten Fahrrädern gebracht, weil ich unbedingt
ein Fahrrad möchte. Wir haben uns beide eins ausgesucht und es wird
nächstes Wochenende geliefert. Hat jetzt 45 Pfund gekostet und sieht
echt sehr neuwertig aus. Ich freu mich schon endlich ein Fahrrad zu
haben, denn zur Arbeit sind es schon 15-20 Minuten zu Fuß, vor allem
beim nach Hause laufen hab ich immer gar kein Bock mehr.
Cheers
Anna

Oxford steht Dir!
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