Sonntag, 12. August 2012

Besuch von Helen


Am 21. Juli kam dann meine Freundin Helen für einen Kurztrip zu besuch. Sie kam am Samstag Morgen an, und musste Montag Abend leider schon wieder fliegen. Ich hab sie in Banbury an der Bushaltestelle abgeholt und nachdem wir ihr Gepäck zu mir gebracht haben und eine Kleinigkeit gegessen haben, sind wir dann in die Stadt zum shoppen. Da sie nur 2 Tage hatte, und nur 1 davon in London, wollten wir die Zeit in Banbury zum shoppen nutzen und uns in London dann aufs Sightseeing beschränken. Ich konnte dann auch nicht widerstehen und musste eine Hose bei Topshop kaufen, die ich schon vor 4 Monaten mal anprobiert hatte, aber mir zu teuer war. Nachdem sie dann aber auf £15 reduziert war, und noch genau eine, genau in meiner Größe, da war, war das quasi Schicksal.

Nach dem Shoppen sind wir dann langsam Richtung Voujan, meinem aller liebsten lieblings- Inder, gelaufen. Da führe ich alle mein Gäste hin, also wer noch zu dem besten Inder in ganz Banbury will, sollte mich innerhalb der nächsten 3,5 Wochen besuchen kommen. Das Essen war mal wieder, eine Genuss. Danach sind wir heim und mussten uns auch gleich stylen, weil wir Abends noch durch die Pubs ziehen wollten. Wir sind dann in drei verschiedene Pubs, damit Helen auch mal was vom Nightlife in UK sieht. (Das ist ja bekanntermaßen ehr schlapp). Ich hab übrigens mein neuen Drink entdeckt, Ginger Beer und Ginger Cider. Ich steh ja eh total auf Ingwer.

Am nächsten Morgen haben wir mal einigermassen ausgeschlafen und sind gegen Mittag nach London gefahren. Konnten eh erst um 14 Uhr einchecken und waren dann auch gegen 14:30 Uhr im Hotel. Das Hotel war deutlich besser als erwartet, wir hatten ein ziemlich kleines, aber sehr schickes und sauberes Zimmer.
Verschnaufpause is nicht, wenn man nur einen Tag, bzw. zwei halbe Zeit hat, also sind wir gleich wieder los gezogen. Zuerst ging es zum Buckingham Palace, und von dort aus sind wir durch einen Park (ich glaube St. James Park) Richtung Westminster gelaufen. Dort haben wir uns dann Big Ben und das Westminster angeschaut, alles nur von aussen, ins Westminster rein ist ja bekanntlich recht teuer und sind dann über die Westminster Bridge zum London Eye. Von dort ging es mit der Tube weiter zur Tower Bridge. Auf dem Weg dorthin mussten wir einen kleinen Zwischenstopp bei Burger King einlegen, Gourmets wie wir sind.

Wir sind dann mit der Tube zum Tower Hill und von dort über die Tower Bridge flaniert. Auf der anderen Seite haben wir dann längere Zeit an der Themse in der Sonne gesessen und haben Leute beobachtet. Ja, ihr hört richtig, in der Sonne. Die Helen war bisher die erste Besucherin, die England bei schönstem Wetter erlebt hat. Am nächsten Tag mussten wir sogar Sonnencreme erwerben, aber dazu später mehr. 

Am Abend sind wir dann durch Chinatown und Soho flaniert und haben dann in einem chinesischen Restaurant gegessen. Dort war ich zuvor schonmal mit meinen Eltern & Tante, und es ist sehr authentisches chinesisches Essen. Sprich nicht das was man bei uns beim Chinesen bekommt, sondern so wie es in China wirklich schmecken würde. Danach sind wir gleich heim und völlig müde ins Bett gefallen.


Am Montag Tag wollten wir eine Bootstour machen und sind vom Westminster aus mit dem Boot nach Greenwich gefahren. Es war recht warm, ca. 28C, und die die Sonne hat vom Himmel gestochen. Auf dem Boot hab ich mir dann schon mein Halstuch über den Kopf gemacht, damit ich keinen Sonnenbrand auf dem Scheitel bekomme. 

Und nach der Fahrt haben wir uns im Supermarkt gleich Sonnencreme gekauft, ich sogar mit LSF 50 und trotzdem hatte ich am Abend Sonnenbrand auf den Armen. 

Wir sind dann noch ein bisschen dort vor Ort rumgelaufen und anschliessend mit der DLR Bahn (die fährt überirdisch) nach "Canary Wharf". Das war früher mal eine Anlege Stelle für Frachtschiffe, ist heute aber ein grosses, modernes Bankenviertel, wie mein Reiseführer sagt, ein "seelenloses Terrain mit Häuserklötzen und postmodernem Schnickschnack". Im Anschluss mussten wir auch schon zum Hotel um das Gepäck zu holen und dann Helen nach Paddington zum Bahnhof bringen, von wo aus der Shuttle nach Heathrow fährt. 

Dort mussten wir dann nochmal bei Burger King essen, weil da grad einer war. Ich musste anschliessend noch ein bisschen Zeit totschlagen, weil ich mit meinem Ticket nicht zu allen Zeiten fahren kann. Ich wollte dann in die Photographers Gallery, und stieg in die Tube. Die Tube stand dann aber aus nicht geklärten Gründen 15 Minuten an einer Haltestelle rum, und ich kam dann um 17:56 Uhr in der Galerie an, die um 18 Uhr wieder zu macht. Also war die Fahrt quasi einfach umsonst, und ich hab mich wieder auf den Rückweg gemacht, nach Marylebone, von wo aus ich ab 18:41 Uhr fahren konnte. Hätte ich gewusst dass die bloody Galerie geschlossen ist, hätte ich mich einfach eine Weile in einen Park gesetzt und gechillt, aber so iss es halt. 

Liverpool

So meine Lieben,

am Samstag den 14. Juli haben wir einen Tagesausflug nach Liverpool gestartet. Bzw. Andrea und ich sind Abends wieder zurück gefahren, und Yannic erst am nächsten Tag. Wir sind schon recht früh los, das Taxi hat uns um 7:25 Uhr abgeholt, also hiess es sogar noch früher aufstehen als unter der Woche. Wir sind dann mit dem Zug erst nach Birmingham und von dort weiter nach Liverpool gefahren.

Dort sind wir dann einfach mal drauf los gelaufen und haben uns verschiedene Gebäude von Aussen angeschaut. In der Innenstadt sind wir an verschiedenen Bars und Locations vorbeigelaufen, die mit den Beatles zu tun haben. Z.b. der "Cavern" Club, bzw. ein Nachbau davon, wo die Beatles entdeckt wurden. Um reinzukommen hätte man sich aber ewig anstellen müssen, das war es uns irgendwie nicht wert, zumal wir ja auch nicht so viel Zeit hatten. Ausserdem sind wir durch Chinatown gelaufen, da zieht es mich immer wieder hin. 


Gegen Mittag haben wir mal einen Drink im "Philharmonic Pub" zu uns genommen, das ist wohl ein sehr traditioneller Pub. Es gab für uns alle ein anderes Cider. Und dort haben wir auch unsere belegte Brötchen gegessen (Spar-maßnahmen). 








Später sind wir dann zu den Albert Docks geschlendert. Das Wetter war erstaunlich gut und es war ziemlich schön am Wasser. Da haben wir uns dann auch längere Zeit einfach hingesetzt und aufs Wasser geblickt. Gegen Abend sind wir dann zufällig auf eine Art Gartenparty gestossen. War eine ziemlich coole Location, direkt neben einer Kunstschule. Da sassen wir auf einem Balkon über der Bar, wo man sich mit einem Flaschenaufzug Bierhochziehen konnte, wenn man 3 Pfund rein geschmissen hat. Das hat den Yannic natürlich sehr erfreut.


Danach haben wir noch einen Drink in einem anderen Pub zu uns genommen und dann wurde es für Andrea und mich auch schon Zeit zum Bahnhof zu gehen. Da mussten wir unser Bier dann kurz auf einmal weg kippen. Auf der Heimfahrt hatten wir dann ne ganz gute Zeit, vermutlich wegen dem Bier das wir kurz weggekippt haben und dem Sekt den wir am Bahnhof noch erstanden haben. Ich war dann auf einmal voll motiviert noch weg zu gehen, nachdem wir gegen 10 in Banbury ankommen, aber Andrea hat mir nicht geglaubt dass ich dann noch Energie hab. Wir haben dann gewettet - natürlich habe ich gewonnen. Ich muss jetzt in der restlichen Zeit hier nie mehr das Bad putzen :)










Freitag, 13. Juli 2012

Alltag


Jaja, ich weiß, in letzter Zeit schreib ich echt selten. Ist hier halt nicht wie in China, das einem ständig irgendwas besonderes auffällt, was es sich zu teilen lohnt. Die Zeit geht eigentlich ganz schnell rum, unter der Woche mach ich nicht viel außer arbeiten und ab und zu etwas Sport treiben. Hab einen sehr schönen Feldweg entdeckt, mitten in der Pampa, eignet sich ganz gut zum joggen. Kürzlich hab ich da allerdings eine ganz schöne Dusche bekommen. Bin dann aber fleißig weiter gerannt.



Das Wetter ist sowieso nich so der Hammer, also auch nichts mit nach der Arbeit noch raus liegen. Das hört man ja immer wieder von England, aber angeblich ist es diesen Sommer besonders schlimm. Angeblich der meiste Niederschlag im Juni, seit es Aufzeichnungen gibt. Also hab ich mir ja den richtigen Sommer ausgesucht
:(

Die Wochenenden vergehen immer viel zu schnell, meistens im Pub. Hier ist jetzt nochmal ein weiterer Deutscher, auch von Kaderchef. Dem haben wir dieses Wochenende dann auch mal das Nachtleben in Banbury gezeigt. Und Sonntags hat Andrea für uns gekocht. Andrea und ich wechseln uns immer ab, jeden Sonntag kocht eine von uns. Da Yannic "nur" 2,5 Monate hier ist und kein Zimmer mehr frei war, wohnt er im Hotel und hat da nicht wirklich die Möglichkeit zu kochen. Daher ist er jetzt in unsere Routine mit eingestiegen (und kocht dann hoffentlich auch mal). Dieses Wochenende wollen wir nach Liverpool, das wird allerdings, zumindest für Andrea und mich, nur ein Tagesausflug, um das Geld für die Übernachtung zu sparen. Und die Woche danach bekomm ich auch schon wieder besuch, vllt hab ich dann also in nächster Zeit mal etwas mehr zu berichten. Übrigens hab ich eine Beobachtung aufgestellt, die Engländer essen Tatsächlich STÄNDIG kleine Tütenmit Chips. Jeden Tag auf der Arbeit haben mindestens 2-3 Kollegen eine kleine Tüte Chips dabei. Zum Mittagessen, davor, danach...ganz egal. 

Bis bald!

Besuch von der Familie Part 2


Und nun folgt mal Teil 2 von dem Familien-kurz-Trip.




Am Samstag morgen sind wir mit der Tube nach Notting Hill gefahren und dort gemütlich durch die Gegend flaniert. Ich wollte mir unbedingt den Portobello Market anschauen (ihr kennt ihn vielleicht aus dem Film "Notting Hill"), ich hab dort allerdings keine tollen Schnäppchen gefunden. Hätte man vielleicht mit mehr Zeit gekonnt. Danach mussten wir erstmal wieder ein Käffchen trinken gehen. Dann sind wir mit der Metro weiter und haben einen Blick auf das House of Parlament geworfen. Da kann man aber nur aus der Ferne durch eine Absperrung spähen.

Anschliessend haben wir das Westminster Abby besichtigt. Das ist aber recht teuer dafür, dass es "nur" eine Kirche ist. Würde ich mir nicht unbedingt nochmal anschauen für den Preis. Die Anderen wollten im Anschluss noch ins Harrods Einkaufszentrum, wovon ich eigentlich nicht so begeistert war. Kann mir kaum etwas schlimmeres vorzustellen, als in einem Einkaufszentrum zu sein, wenn ich dort nichts kaufe. Das Gebäude war allerdings schon sehenswert. Hätte ich eine Kreditkarte mit endlosem Geld hätte es mir dort vermutlich SEHR gut gefallen. Der Vadder hat dann einen Stilton Käse erworben und Mommy für mich und meinen Bruder je eine Packung Cookies. Das war auch schon die ganze Shopping-Ausbeute.

Dann war es auch schon fast wieder Zeit fürs Essen, also haben wir uns wieder Richtung Soho aufgemacht. Dort haben wir uns dann in einen kleinen Italiener gesetzt und recht lang auf unser Essen gewartet. Der Italiener konnte leider nicht ganz so überzeugen wie der Chinese ab Tag zuvor. Allerdings war es ganz amüsant da wir ein interessantes Spektakel vor dem Restaurant beobachten konnten. Wir sahen zwei Polizisten zu Pferd daher Reiten und direkt vor dem Fenster anhalten. Sie schienen aufgeregt irgendwas zu jemandem zu rufen, der noch ausser unserem Blickfeld war. Das sollte sich dann aber schnell ändern, ein Obdachloser mit heruntergelassenen Hosen kam in unser Blickfeld gewankt. In der Hand eine Flasche mit Alkohol. Die Polizisten haben sich aber nicht mal von ihrem "hohen Ross" herab begeben, sondern haben einem Restaurantgast der draussen sass aufgetragen dem Obdachlosen seine Flasche wegzunehmen und sie ihnen zu geben. Mit dieser Flasche haben sie ihn dann hinter sich her geködert. War lustig mit anzusehen.

Danach sind wir noch weitergezogen und haben auf einer beheizten Trasse vor einem Restaurant einen Drink zu uns genommen. Dort sass auch eine Frau mit einem Mops, was mich sehr entzückt hat, seither möchte ich unbedingt selber einen. Dort waren wir dann schon wieder Zeugen von einem kleinen Spektakel. Es lief ein Mann mit Hund vorbei und kam einfach kurz auf die Trasse hoch um den Regenschirm zu stehlen, der über den Computer vom Restaurant gespannt war. Kurz danach kam der Kellner wieder und wunderte sich wo der Regenschirm abgeblieben war und wir haben ihm erzählt was passiert ist. Daraufhin ist er los gespurtet und dem Dieb hinterher und kam kurz darauf mit dem Regenschirm zurück. Er hat wirklich sehr schnell reagiert und nicht mal kurz gezögert. Danach sind wir dann wieder Richtung Hotel.

Am nächsten Tag waren wir dann noch in der Tate Modern. Ich war dort ja bereits einige Male, aber hab mir diesmal mit dem Friedi den "Damien Hirst" angeschaut, wären wir die Mädels in die allgemeine Ausstellung geschickt haben. Anschließend sind wir noch ein Käffchen trinken gegangen und haben uns Richtung Banbury aufgemacht.

In Banbury sind wir dann erstmal zu mir, um Sachen die mir aus Deutschland mitgebracht wurden abzuladen, und ein bisschen Zeug einzuladen, dass nach Deutschland gebracht werden sollte. Danach ging es in unser Hotel, bzw. Bed and Breakfast. Meine Mom war völlig entzückt von dem charmanten Hotel. Ist in der Tat ein ganz niedliches kleines Hotel. Mit einer Frau an der Rezeption die ein immer nur mit "My Love" angesprochen hat. Nachdem wir uns dort eingerichtet haben gings in mein aller liebstes Lieblingsrestaurant hier in Banbury, zu dem Inder "Voujan". War mal wieder sehr gut. Im Anschluss sind wir noch auf einen Drink in einem meiner "Stammpubs": Aka. Dem Vadder hats glaub gut gefallen, der Mommy wars wohl etwas zu laut.

Am nächsten Tag haben wir uns dann nach Oxford aufgemacht. Dort haben wir zuerst zwei Colleges besichtigt und sind anschließend in die Blackwell Buchhandlung. In England gibt es in vielen Buchhandlungen auch Cafés, so auch dort, und da haben wir dann bei Nero einen Kaffe zu uns genommen. Anschließend wollten wir einfach mal weiter durch die Gegend schlendern, dieser Plan sollte allerdings durch einen Unfall vereitelt werden. Während wir einen Pflastersteinweg entlang gingen ist Mommy gestolpert und hat sich durch die Brille einen Schnitt und ein recht dickes Auge zugezogen. Wir haben dann einen Krankenwagen gerufen, bzw. ein sehr hilfsbereiter Busfahrer hat das für uns gemacht. Wir haben dann die nächsten 7 Stunden im Krankenhaus verbracht, alles nur um am Ende nur eine Salbe zu bekommen. Als wir dann kurz vor 10 raus gekommen sind, sind wir noch kurz zu Jamie Olivers Italien und haben diniert. Wir mussten dann mit dem Taxi zurück nach Banbury, da es für einen Zug schon zu spät war. Über diesen Trip kann man nun eigentlich nur sagen, dass Mommy nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist ;-)

Grüßle Anna

Sonntag, 17. Juni 2012

Besuch von der Familie Part 1


So, jetzt melde ich mich mal wieder. Ich wurde schon gefragt ob ich so wenig schreibe, weil ich so viel erlebe und keine Zeit habe, oder weil ich so wenig erlebe und es nichts zu berichten gibt. Das ist mal so mal so, eine Zeit lang melde ich mich oft nicht, weil es nichts besonderes gibt und wenn dann mal was los ist hab ich meist keine Zeit. Aber ich halte euch immer, früher oder später, auf dem laufenden, keine Sorge.



Also von Freitag den 1. Juni bis Dienstag waren meine Eltern und meine Tante hier. Montag und Dienstag war hier Feiertag, zu den Feiertagen später mehr, und den Freitag davor hatte ich mir frei genommen. Hab die drei in London am Bahnhof in Paddington abgeholt. Wir sind dann erstmal zum Hotel. In das Marriott Grosvenor Square. Dort lies es sich echt aushalten :D Dann sind wir los und haben erstmal ein Frühstück/Lunch zu uns genommen. Danach ging es mit der Tube zum Monument, dass an einen grossen Brand im Jahr 1666 erinnert. Wir sind dann die 311 Stufen hochgesprintet, ich allen voran. Von oben hatte man echt einen tollen Ausblick in alle Richtungen. Nach dem wir ein paar Fotos gemacht haben und wieder zu Atem kamen ging es dann wieder runter, und nach dem Abstieg wurde uns noch eine Urkunde überreicht.

Vom Monument ging es zu Fuss weiter zum Tower of London gefahren. Der war wie die meisten Attraktionen etwas überteuert, aber z.B. die Kronjuwelen die man drin anschauen konnte fand ich sehr eindrucksvoll. Und der Tower der zur Folter diente hat mir auch gut gefallen.

Anschliessend sind wir gemütlich über die Tower Bridge flaniert und haben uns dann auf den Weg zum London Eye gemacht. Da es Freitag war, war noch relativ wenig los bei den Attraktionen, daher dachte ich, dass es Sinn macht noch an diesem Tag mit dem Riesenrad zu fahren. Die Schlange war dann aber doch recht lang, und Mommy und Elke haben sich lieber in ein Café gesetzt. Der Vadder und ich haben es durchgezogen und Tickets erworben und uns dann in die Schlange eingereiht. Ich hab dann aber recht schnell gemerkt, dass die Schlange sich recht schnell bewegt und dass wir wohl schon in 15-20 Minuten einsteigen können. Vadder hat dagegen gewettet, und verloren :)

Die Fahrt mit dem Riesenrad hat dann eine halbe Stunde gedauert, und man hatte wirklich einen klasse Ausblick. Kurz vor dem Ende der Fahrt wurde angesagt, dass man sich an eine Bestimmte stelle stellen soll, und sich auf ein Foto vorbereiten soll. Da hab ich den Vadder natürlich gleich animiert mit mir wie ein Weltmeister zu posen. Das Foto war dann auch ganz gut und wir haben es völlig überteuert auf einem USB Stick erworben, der aussieht wie ein Auto mit England Flagge. Nachdem wir die Damen wieder aufgegabelt haben sind wir noch über die Westminster Bridge geschlendert und auf der anderen Seite in die Tube eingestiegen.

Und dann war es auch schon fast wieder Zeit die Nahrungssuche aufzunehmen. Ich wollte gerne in Soho essen und auf dem  Weg dorthin noch durch Chinatown bummeln. Ich war ja schon lange nicht mehr von vielen Schlitzaugen umgeben. Chinatown war recht überschaubar, aber das gute war, dass wir schon ein gutes Restaurant ausfindig gemacht haben. Wir haben dann noch in einer Bar in Soho einen Drink zu uns genommen und danach nochmal nach anderen Restaurants gesucht. 

Aber zuletzt hat uns unser Weg doch wieder zu dem chinesischen Restaurant zurück geführt. Das Essen war richtig gut und seeeeeeehr authentisch chinesisch. Die Chinesen in Deutschland sind meist kaum zu vergleichen mit den Restaurants in China, aber in diesem gab es echte chinesische Gerichte. Ich hab dann natürlich auch auf chinesisch bestellt, aber das hat meine Mitreisenden irgendwie noch nicht ganz beeindruckt. Meine Mom und Tante haben mich ja noch nie chinesisch reden hören, da dachte ich könnte das vllt Eindruck hinterlassen. Naja, das hat scheinbar nicht geklappt. Hätten die mich mal in China besucht, dann hätten sie meine Fähigkeiten schnell schätzen gelernt. ;-)

So das war Teil 1, Fortsetzung folgt. 

Sonntag, 20. Mai 2012

Slough & Abschiedsparty


Am Freitag vor 2 Wochen haben wir nochmal einen Ausflug nach Slough zu dem Kächercenter gemacht. Diesmal waren es wieder Jenny und ich und ausserdem Nigel. Von dem hab ich euch bereits erzählt, er war der, der aussieht wie George Clooney und live dabei war, als ich mich rasend im Kreis gedreht hab. Jenny hat neuerdings schwarze statt blonde Haare und deshalb nennt sie Craig (der Chef von meinem Chef) jetzt "Jessy J's Grandma". (Jessy J. ist eine Sängerin in England, ist aber auch in Deutschland bekannt).


Also ich mit George Clooney und Jessy J's Grandma im Auto. Hat sich fast angefühlt, wie ein Familienausflug. Beide haben haben je eine Tochter in meinem Alter. Ich wurde gegen 9 zu Hause abgeholt (vereinbart war gegen 8) und dann sind wir nach Slough gefahren. Dort haben wir erstmal einen Kaffe bei McDonalds getrunken. Da sassen dann zwei Herren in Anzügen und haben irgendwie mit Nigel ein Gespräch begonnen, darüber ob es in der Filiale kalt sei. Nigel sagte dann "it's fucking freezing". Falls ich mich in Zukunft eines unschönen Wortschatzes bediene, ist es Nigels schuld. Jedenfalls stellte sich dann heraus, dass der Herr der Filialleiter oder etwas ähnliches war. Die Gelegenheit hat Nigel gleich genutzt und ihn gefragt, warum die Filiale eigentlich mit einem Wischmob geputzt wird und nicht mit professionellem Equipment. Ich hab mich innerlich fast schlapp gelacht. Fand es hoch interessant wie er gleich los gelegt hat. Er konnte den Filialleiter leider dennoch nicht "an Land ziehen" für Kärcher.


Der Laden hatte sich seit ich zum letzten Mal dort war, nochmal sehr verändert. Jenny ist ja an dem Freitag als ich heim gefahren bin noch geblieben. Jenny und ich haben dann quasi nur noch den Feinschliff gemacht und Nigel hat ein Training abgehalten. Es war total lustig, ich wusste gar nicht, dass er für ein spezielles Training mitgekommen ist und war etwas überrascht, als er die Familie gebeten hat sich in einer Reihe aufzustellen. 

An Familienangehörigen waren diesmal sogar noch mehr da. Der Vater, Kalid, seine 3 Kinder, der Ehemann der Tochter und der Onkel der 3 Kinder. (Also der Bruder ihrer Mutter) Die genauen Familienverhältnisse sind auch nicht soo wichtig, aber ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass es ein bunter Haufen war. Es sollten also alle antanzen und sich in Reih und Glied aufstellen. Dann hat er zuerst eine kleine Übung vorgeführt, bei der er einen Luftballon aufgeblasen hat, das Handy hingehoben hat, die Luft rausgelassen und danach war das Handy "verschwunden". Es war dann im inneren des Luftballons. Das sollte verdeutlichen, dass im Umgang mit Kunden, das Handy nicht her gehört. Danach mussten sie noch andere Übungen machen, die den Teamgeist stärken sollen. Ich hab einige Bilder geknipst und mich gut amüsiert.

Irgendwann hab ich mich dann wieder mit Jenny dem Feinschliff gewidmet. Es mussten noch Preisschilder angebracht werden und so Zeug. Gegen halb 6 sind wir dann, nachdem wir unser "Werk" vollendet haben, wieder zurück gefahren. Auf halber Strecke hat das Telefon geklingelt und es wurde Nigel mitgeteilt, dass er seine Jacke vergessen hat, in der Schlüssel waren, die er zum Arbeiten braucht. Daraufhin kam natürlich wieder ein ausgiebiges Fuuuuuuck. Erst wollte er nochmal zurück fahren, hat sich dann aber doch dagegen entschieden. Ich war total müde und hab hinten im Auto vor mich hingechillt, wie bei einem Familienausflug also.

Bin Abends natürlich noch "auf d' Gass", es war die Abschiedsparty von einem jungen Mann der auch hier gearbeitet hatte. War ein toller Abend. Am Samstag hab ich dann nicht viel gemacht. Am Montag war bei uns Feiertag, dafür hatten wir aber am 1. Mai nicht frei. Also wollten Andrea und ich eigentlich Sonntags ein Schloss besichtigen. Da das Wetter zur Zeit so schlecht ist, haben wir uns aber entschieden, ein ander Mal das Schloss zu besichtigen, da es recht teuer ist und ich auch möchte, dass die Fotos was werden und dass man nicht total friert, natürlich. Stattdessen wollten wir dann eigentlich nach Lemington Spa fahren und da einfach ein bisschen rumbummeln. Als wir dann aber fast eine Stunde auf den Bus gewartet haben und es schon fast 13 Uhr war, haben wir beschlossen einen Kaffe im Shoppingcenter in Banbury zu trinken. Daraus wurde dann eine Kaffe und 3 große Einkaufstüten. Typische Aktion mal wieder. Für mich war es trotzdem vollkommen zufriedenstellend und wir sind dann am Abend noch ausgegangen, so konnte ich auch gleich meine neue, rote (!) Hose ausführen.



Donnerstag, 3. Mai 2012

"Geschäftsreise"


Also meine erste "Geschäftsreise" war ganz gut. Ich war ja nur 2 Tage dort. Wir sind am Donnerstag zuerst noch ins Büro und da dann erst gegen 11 Uhr weg gekommen. Eigentlich wollten wir nämlich viel früher los, aber leider wurden die Lieferung für Slough aus versehen nach Banbury geliefert, also wären wir quasi vor unserer Wahre unten gewesen.

Jenny und ich sind dann nachdem sie das geklärt hat, mit dem Mietwagen nach Slough, ins Industrie gebiet gefahren. Laut Jenny ist das dort das größte Industriegebiet Europas. Dort kamen wir dann in den "Laden". Man hat noch gesehen, dass es mal eine grosse Lagerhalle war, aber es wurden bereits Wände hochgezogen und gerade waren die Handwerker dabei die Böden zu machen, die Wände zu streichen und die Decke zu machen. Dadurch, dass überall noch die Handwerker zugange waren, konnten wir leider gar nicht richtig anfangen die unsere Regale und Co. aufzubauen.

Der Laden dort gehört einer Familie aus Pakistan. Der Vater und seine 3 Kinder (28, 26 und 22) kümmern sich um alles. Wir haben dann versucht so gut wie möglich um die Handwerker herum zu arbeiten und haben angefangen Regale aufzubauen. Aber man war immer schnell den Handwerkern im Weg und an die Wände lehnen durfte man die Regale auch nicht. Der Arbeitstag war dann recht schnell vorbei, weil wir zu dem Zeitpunkt nicht viel machen konnten, aber wir standen noch recht lange mit der Familie dort rum. So gegen 18 Uhr sind wir aufgebrochen zum Hotel. Wir haben in unsere Zimmer eingecheckt. Dort haben wir erstmal ein Stündchen gechillt und uns frisch gemacht und uns anschliessend wieder getroffen um auf Nahrungssuche zu gehen. In der Stadt haben wir dann ein Pizzaexpress gefunden und dort gespeist. Ich muss sagen, es war ein interessantes Gefühl auf Firmenkosten zu Essen. Kam mir doch sehr wichtig, oder sagen wir vielleicht professionell vor. (Obwohl es nicht unbedingt super wichtiges Business ist, bei dem Aufbau von einem Händler zu helfen, aber gönnen wir mir mal das Gefühl)

Am nächsten Tag sind wir erst gegen 9 aufgebrochen, da uns die pakistanische Familie geraten hat nicht so früh zu kommen, um den Handwerkern etwas Zeit zu geben. Wir haben dort dann weitere Regale aufgebaut und angefangen den Verkaufstresen zu errichten. Das hat sich als etwas komplizierte Angelegenheit erwiesen, da es viele Teile gab, die sich alle ähnlich sahen und die Anleitung irgendwie verwirrend war. Hinzu kam, dass es einfach zu viele Leute waren, die mitmischen wollten und jeder anderer Meinung war, wenn es darum ging welches Teil oben oder unten, rechts oder links ist. Ich hab mich dann lieber rausgehalten und richtige Erfolge konnten beim Aufbau dann auch erst aufgewiesen werden, als sich nur noch 2 Leute darum gekümmert haben. 

Es kam noch ein Freund der Familie vorbei, der noch eine weitere Arbeitskraft mitgebracht hat. Er selbst war eigentlich nicht da um sich die Hände schmutzig zu machen, er ist nämlich in Anzug, Rosa Hemd, Rosa Krawatte mit Paisley Muster und Rosa-Türkies kartierten Socken (!) aufgekreuzt. Aber er und Jenny waren es dann, die sich um den Verkaufstresen gekümmert haben.


Ich hab während dessen mit den zwei Söhnen weitere Regale aufgebaut. Ich muss sagen, dann ging es viel schneller als am Vortag, als ich mit Jenny und einem der Söhne Regale aufbaute. Ich weiss nicht ob das jetzt ich als "hocheffektive" Deutsche bin, oder ob das einfach Zufall ist, aber ich fand die Arbeitsweise von Jenny irgendwie anstrengend. Sie hat einfach versucht immer irgendwas zu tun, auch wenn es nichts zu tun gab und hat dann die Arbeitsschritte die es gab unnötig verlangsamt. 

Ich bin mir nicht ganz sicher ob jetzt wirklich rüber kam, was ich meine, darum ein  Beispiel. Es gab für die Regale 2 Füsse und ein Bodenteil, und Teile die man dann als "Rücken" hochzieht. Während der Boden und das erste Rückenteil noch nicht drin sind, braucht es mindestens 2 Leute, danach kann man auch alleine die weiteren Rückenteile einhängen. Wir hatten schon die Füsse und das Bodenteil bereit, und ich wollte gerade das Bodenteil einhängen, da ist Jenny los um schonmal alle anderen Teile bereit zu legen. Dabei hätten wir zu zweit kurz die Basis aufbauen können und dann hätte jeder nacheinander ein Rückenteil her tragen und einhängen können. So musste ich mit dem Teil bereits in der Hand warten, bis sie alle Teile bereit gelegt hat. Anders wäre es viel schneller und effektiver gewesen. Tja, kann man nichts machen.

Zum Mittag haben der Vater und einer der Söhne Chicken Wraps geholt, nach pakistanischer Art ein bisschen scharf, war total lecker und so gegen 5 wurde ich dann auch schon wieder zum Zug gebracht, um heim zu fahren. Jenny ist noch bis Samstag geblieben, aber da ich keine Überstunden bezahlt bekomme und es eh genug "Hände" gab, hat sie gemeint, ich solle schon Freitag Abend wieder heim. Eigentlich war der Ausflug nicht sehr sinnvoll, denn wären wir zu einem Zeitpunkt gekommen, nachdem die Handwerker fertig waren, hätten wir das vermutlich in 2 Tagen abhaken können. So müssen wir jetzt sogar noch ein weiteres Mal runter. (Vermutlich morgen, aber nur für den einen Tag)

Grüßle aus dem zur Zeit sehr regnerischen Banbury

PS: Einer der Handwerker hatte seinen Hund dabei, der für viel Gelächter gesorgt hat, indem er auf Jennys Jacke gepinkelt hat :D